Betriebsratsverseucht
"Betriebsratsverseucht" ist das Unwort des Jahres...
...und landete vor den Begriffen "Flüchtlingsbekämpfung", "intelligente Wirksysteme" und "Bad Bank". Das gab eine unabhängige Jury unter Leitung des Sprachwissenschaftlers Horst Schlosser am Dienstag in Frankfurt am Main bekannt.
Das Wort wurde in der ARD-Sendung "Monitor" am 14. Mai vergangenen Jahres verwendet. Darin berichtete ein Mitarbeiter einer Baumarktkette (mit roten Buchstaben), der Begriff werde von Abteilungsleitern benutzt, wenn ein Mitarbeiter zwischen einer Filiale mit Betriebsrat und einer ohne Betriebsrat wechseln wolle.
Die Wahrnehmung von Arbeitnehmerinteressen als Seuche zu bezeichnen, sei "ein sprachlicher Tiefpunkt im Umgang mit Lohnabhängigen", sagte Schlosser zur Begründung.
Aktualisiert (Donnerstag, den 28. Januar 2010 um 19:39 Uhr)

